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Im Kurzcheck: NRW-Außenhandel mit Subsahara-Afrika

Subsahara-Afrika ist in den letzten Jahren als Handelspartner für Nordrhein-Westfalen (NRW) etwas stärker ins Visier gerückt. Blog:subsahara-afrika hat auf die Statistik des NRW-Außenhandels mit den 48 Ländern südlich der Sahara und dabei auch auf die Top-Handelsgüter und wichtigsten Märkte geschaut.

Warenaustausch im Wert von 4,3 Milliarden Euro
Im Jahr 2007 betrug das Volumen des NRW-Handels mit den subsaharischen Ländern Afrikas rund 3,2 Milliarden Euro. Nach einer Delle im Verlauf der Weltwirtschafts- und Finanzkrise steigerte sich der Handel auf fast 4,3 Milliarden Euro im Jahr 2012. Der Import von Waren aus Subsahara-Afrika blieb im Jahr 2007 bislang zum letzten Mal hinter den NRW-Exporten zurück und belief sich im Jahr 2012 auf etwas über 2,3 Milliarden Euro.
Der Anteil des NRW-Handels mit dieser Region am gesamten Außenhandels NRWs betrug im Jahr 2012 allerdings nur 1,1 Prozent (2007: 0,9 Prozent). Das bedeutet Platz 5 im Vergleich der wichtigsten Handelspartner NRW, den die EU-Märkte (knapp 62,0 Prozent) nach wie vor deutlich dominieren.

Handelsschlager sind vor allem Maschinen und Rohstoffe
Unternehmen aus NRW liefern vor allem Maschinen, Kraftwagen und Kraftwagenteile, chemische Erzeugnisse sowie Metalle nach Subsahara-Afrika. Die deutlichsten Steigerungen im Betrachtungszeitraum (2009-2012) konnte dabei der Export von Kraftwagen bzw. Kraftwagenteilen (plus 71,3 Prozent) und Maschinen (plus 66,6 Prozent) verzeichnen. Bei den Einfuhren nach NRW dominiert erwartungsgemäß der Import von Rohstoffen, vor allem von Erdöl, Erdgas, Metallen und Erzen.

Südafrika und Nigeria wichtigste Handelspartner
Unter den TOP-5-Partnern NRWs in Subsahara-Afrika (2012) befinden sich angesichts der Größe und Bedeutung der Märkte wenig überraschend Südafrika und Nigeria. Angola ist insbesondere aufgrund seines Rohstoffreichtums in den letzten Jahren ebenfalls ein wichtiger Markt im subsaharischen Teil Afrikas geworden. Aufhorchen lässt in den letzten Jahren auch Gabun, das sich in Westafrika als Partner NRWs für Erdöl- und Erdgasimporte etabliert hat. Überraschend befindet sich Mauretanien in der Riege der Top-Märkte: NRW bezog von dem westafrikanischen Land im Jahr 2012 unter anderem Erze im Wert von 88,9 Millionen Euro und exportierte im Gegenzug Maschinen für 37,0 Millionen Euro.

Mehr Informationen zum nordrhein-westfälischen Außenhandel mit der Region Subsahara-Afrika enthalten die Schaubilder – für die Galerieansicht auf die Grafiken klicken.

(Bildnachweise: © Kara – Fotolia.com und CIA Flags of the World – Cia.gov)

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