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Nigerianer vermögender als Südafrikaner

Zum ersten Mal, seitdem das Wirtschaftsmagazin Forbes die 50 reichsten Menschen Afrikas identifiziert und veröffentlicht, enthält die Rangliste mehr Vermögende aus Nigeria als aus Südafrika. Das Forbes-Ranking zeigt neben den Namen der gelisteten Personen auch auf, in welchen Branchen die Vermögen verdient werden.

Die 50 reichsten Afrikaner brachten es 2014 auf ein Gesamtreinvermögen von knapp 111 Milliarden US-Dollar, 7,1 Milliarden mehr als im Jahr davor. 13 der Top-50-Verdiener des Kontinents sind Nigerianer, gefolgt von 12 Südafrikanern, 8 Ägyptern sowie 8 Marokkanern. 36,7 Milliarden US-Dollar Gesamtreinvermögen entfallen allein auf die Nigerianer, gefolgt von den Südafrikanern mit 29,4 Milliarden US-Dollar, den Ägyptern mit 21,9 Milliarden US-Dollar und den Marokkanern mit 10,6 Milliarden US-Dollar.

Nach wie vor dominiert Aliko Dangote aus Nigeria das Ranking. Der Multimilliardär und Chef des Zementherstellers Dangote Group verfügt über ein Gesamtvermögen von 21,6 Milliarden US-Dollar, das knapp 20 Prozent des Gesamtvermögens der Top-50 ausmacht. Unverändert auf Platz zwei, allerdings mit 7,3 Milliarden US-Dollar im Vergleich zu 2013 um 500 Millionen US-Dollar ärmer, rangieren der Luxusgütermagnat Johann Rupert und Familie. Rang drei halten weiterhin Nicky Oppenheimer und Familie, die ihre 6,8 Milliarden US-Dollar mit Diamanten erwirtschaftet haben.

Sechs Personen haben es 2014 neu in die Riege der reichsten Afrikaner geschafft, darunter zwei Nigerianer und ein Kenianer. Auf Rang 26 gibt der Nigerianer Tony Elumelu mit einem Vermögen von 1 Milliarde US-Dollar sein Debüt. Er machte sein Vermögen mit dem Kauf der unprofitablen nigerianischen Handelsbank „Standard Trust Bank“, die er durch Verschmelzung mit der „United Bank for Africa“ in wenigen Jahren von einer kleinen Geschäftsbank in ein Finanzierungsinstitut mit Niederlassungen in knapp 20 Ländern Afrikas verwandelte. Mit ebenfalls 1 Milliarde US-Dollar steigt der Nigerianer Orji Uzor Kalu neu ins Ranking ein (Rang 26). Durch den Handel mit Rohstoffen wie Palmöl, Reis und Zucker sowie Möbeln und Transportdienstleistungen wurde er bereits im Alter von 20 Jahren zum Millionär. Der Aufstieg in die Riege der Superreichen gelang ihm über Geschäfte mit dem nigerianischen Militär, das er mit Waffen und Munition beliefert. Der Kenianer Bhimji Depar Shah und Familie sichern sich mit einem Vermögen in Höhe von 700 Millionen US-Dollar Platz 33. Ihr Vermögen machten sie mit der Gründung der Ölraffinerie Bidco Industries, dem führenden Hersteller von Speiseölen in Ost- und Zentralafrika. Neben Speiseölen produziert Bidco auch Waschmittel, Seifen und Backpulver.

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(Bildnachweise: © xtock – Fotolia.com)

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