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Lesenswert 07/17

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 07/17: ein Bericht über die chinesischen Aktivitäten in Afrika, ein aktuelles Afrika-Strategiepapier der deutschen Bundesregierung sowie eine Analyse des kenianischen Arbeitsmarktes.

  • Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) und das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) sind Herausgeber der 16. Ausgabe des „African Economic Outlook – Entrepreneurship and Industrialisation“ (AEO, 2017). Der AEO präsentiert den gegenwärtigen Stand der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung Afrikas und vermittelt einen Ausblick auf die nächsten zwei Jahre. Die aktuelle Ausgabe befasst sich mit der Rolle der Unternehmer bei der Industrialisierung Afrikas. Zudem skizziert er Maßnahmen für die Regierungen der 54 Länder zur Implementierung wirksamer Industrialisierungsstrategien.
  • Die Bundesregierung hat im Rahmen ihrer G20-Präsidentschaft das Eckpunktepapier „Wirtschaftliche Entwicklung Afrikas – Herausforderungen und Optionen(Juni 2017) herausgebracht. Es soll dabei helfen, vorhandene Instrumente der Außenwirtschaftsförderung und der Entwicklungszusammenarbeit besser miteinander zu verzahnen. 16 Maßnahmen sollen dazu beitragen, die Wirtschaftsbeziehungen mit Afrika zu stärken, eine nachhaltige Entwicklung zu fördern und den Migrationsdruck aus Afrika zu mildern.
  • Die Financial Times hat einen Artikel mit dem Titel „Chinese investment in Africa: Beijing’s testing ground“ (13.06.2017) veröffentlicht. Darin schildert der Autor David Pilling das Engagement der Chinesen auf dem afrikanischen Kontinent. Während Europa und die USA eher die Herausforderungen des Kontinents sehen, sehen die Chinesen vor allem die Chancen, so der Autor. Auch habe Afrika, trotz aller Kritik an Chinas Vorgehen, vom Engagement Chinas profitiert. Zudem seien Chinas Aktivitäten vielschichtiger, als es von der Allgemeinheit wahrgenommen würde, so Pilling.
  • Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) ist Herausgeberin der volkswirtschaftlichen Analyse „Wirtschaftliche Aussichten für (Subsahara-)Afrika & die Rolle der Urbanisierung“ (Juni 2017). Die Untersuchug befasst sich mit den wirtschaftlichen Aussichten und der Urbanisierung der Region sowie den Perspektiven für die verarbeitende Industrie Afrikas. Demnach benötigt der Kontinent für eine nachhaltige Entwicklung dringender denn je privatwirtschaftliches Engagement.
  • Das Africa Research Institute (ARI) analysiert in ihrem Artikel „How Kenya is Failing to Create Decent Jobs“ (30.06.2017) die Situation des kenianischen Arbeitsmarktes und setzt sich kritisch mit dem Wachstum der Mittelschicht in Kenia auseinander. Demnach ist die Zahl der Kenianer, die zur Mittelschicht zu zählen sind, nach wie vor gering. Zwar steige die Zahl der Beschäftigten, jedoch hauptsächlich im informellen, gering bezahlten Sektor. Die zur Mittelschicht zählenden Kenianer sind hauptsächlich Beschäftigte im formellen Sektor, insbesondere im Dienstleistungsbereich.

(Bildnachweise:www.africaneconomicoutlook.org, www.bundesregierung.de, www.ft.com, www.deginvest.de, www.africaresearchinstitute.org)

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