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Lesenswert 08/17

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 08/17: ein Hinweis über die Eröffnung eines German Desks in Kenia, ein Überblick über die Beteiligungen afrikanischer Staaten an deutschen Messen und ein Reisetagebuch über den Kongo.

  • Die Subsahara-Afrika Initiative der Deutschen Wirtschaft (SAFRI) ist Herausgeberin des Diskussionspapiers mit dem Titel: „Mehr Wirtschaft mit Afrika – Was die Politik beitragen kann!“ (01.06.2017). Es weist auf konkrete Instrumente zum Ausbau der Geschäftsbeziehungen mit Afrika sowie auf eine wirtschaftsorientiertere deutsche Afrikapolitik hin. Aus Sicht der deutschen Wirtschaft benennt das Papier Strukturen der institutionellen Zusammenarbeit sowie konkrete Instrumente, insbesondere Maßnahmen zur Finanzierung von Projekten und der Risikoabsicherung sowie Fragen der Bildung und Ausbildung.
  • Die Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH (DEG) verkündete in einer Pressemeldung mit dem Titel „DEG, I&M Bank und AHK Kenia vereinbaren ersten „German Desk“ in Afrika“ (27.06.2017) die Gründung des ersten „German Desk – Financial Support and Solutions“ auf dem afrikanischen Kontinent. Es soll insbesondere dem deutschen Mittelstand Serviceleistungen im Finanzierungsbereich und Finanzierungslösungen für seine Geschäftsbeziehungen in Kenia bieten.
  • Laut Germany Trade & Invest (GTaI), der Außenwirtschaftsförderungsagentur der Bundesrepublik Deutschland, sucht die tunesische IT-Wirtschaft deutsche Partner für die Markterschließung in Subsahara-Afrika. Der Artikel „Tunesiens IT-Sektor sucht Partner für Subsahara-Afrika“ (28.06.2017) stellt heraus, dass es großes Potenzial für eine deutsch-tunesische Zusammenarbeit in der Region gibt. Es gibt eine Reihe tunesischer IT-Unternehmen, die in Afrika gut positioniert sind und wettbewerbsfähige Leistungen bieten, um deutsche Technologie in Afrika zu implementieren.
  • Im Jahr 2016 waren „Deutlich mehr Aussteller aus Nah-/Mittelost und Afrika auf deutschen Messen“ (30.06.2017) als bisher, so die Auswertung des AUMA, des Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V.. Die Zahl internationaler Beteiligungen stieg demnach 2016 um 3,9 %. Bemerkenswert ist, dass die afrikanischen Staaten ihre Messebeteiligungen in Deutschland um 17 % auf jetzt 1.900 Beteiligungen steigerten. Dabei verzeichnete Ägypten erstmals gleich viele Aussteller wie das sonst führende Südafrika (je 410 Beteiligungen). Auch andere nordafrikanische Länder legten stark zu. Generell unterliegen die Beteiligungen aus Afrika, insbesondere aus kleineren Ländern, jährlichen Schwankungen, was die AUMA auf mangelnde Exportstrategien zurückführt.

(Bildnachweise: www.safri.de, www.deg.de, www.gtai.de, www.auma.de)

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