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Lesenswert 09/17

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 09/17: ein Report über ausländische Direktinvestitionen in Afrika, ein Überblick über den Stand des Energieausbaus vor Ort sowie ein Bericht über Potenziale im E-Commerce.

  • Die Wirtschaftsprüfungs- und -beratungsgesellschaft Ernst & Young ist Verfasserin der Publikation „Africa Attractiveness Program 2017 – Connectivity redefined„. Sie beleuchtet u.a. den derzeitigen Bestand ausländischer Direktinvestitionen sowie die Attraktivität des Kontinents als Investitionsstandort für ausländische Unternehmen nach Einschätzung lokaler und internationaler Entscheidungsträger. Demnach ist Afrika der zweitattraktivste Investitionsstandort der Welt. 2016 wuchsen die ausländischen Investitionen um knapp 32 Prozent. Die Märkte Südafrika, Nigeria, Kenia, Ägypten und Marokko sind die Top-Empfängerländer von ausländischem Kapital.
  • Germany Trade & Invest (GTaI), die Außenwirtschaftsförderungsagentur der Bundesrepublik Deutschland, ist Herausgeberin des Themenspezials „Energiemärkte in Subsahara-Afrika“ (02.08.2017), welches die Entwicklungen in den Energiesektoren von 23 afrikanischen Märkten beleuchtet. Demnach gehen die afrikanischen Märkte unterschiedliche Wege beim Ausbau der Energieversorgung, was von den geographischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern abhängt, so die GTaI.
  • Die „Economist Intelligence Unit (EIU)“ der gleichnamigen britischen Zeitung „The Economist“ ist Verfasserin des Berichts „How technology is driving retail in Africa“ (August 2017). Er beleuchtet die afrikanischen Märkte mit dem größten Potenzial im E-Commerce und zeigt auf wie die Nutzung von Smartphones den innerafrikanischen Handel ankurbeln kann. Demnach könnten die E-Commerce-Umsätze in den kommenden fünf bis zehn Jahren auf 50 bis 75 Mrd. US-Dollar wachsen, wobei Nigeria der potenzialträchtigste Markt der Region ist. Der Bericht ist nach kostenfreier Registrierung kostenlos auf der Webseite der EIU erhältlich (Stand: August 2017).
  • ExportManager„, eine monatlich erscheinende Publikation für Exportverantwortliche des F.A.Z.-Instituts, bietet Informationen aus den Bereichen Export- und Zollrecht, Finanzierung, Forderungsmanagement sowie Messe und Logistik. Die Juli-Ausgabe 2017 hat den Schwerpunkt Südliches Afrika mit Artikeln über u.a. aktuelle Entwicklungen im Handel mit Afrika, über den G20-Gipfel sowie den Senegal als Hub in die Region Westafrika.
  • Das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) ist Verfasserin der Publikationsreihe „GIGA Focus Afrika“, die Analysen zu wirtschaftlichen, politischen und sozialen Themen bietet. Die aktuelle Ausgabe setzt sich unter dem Titel „Die Afrika-Strategie der EU: Abschottung statt Fluchtursachenbekämpfung“ (August 2017) kritisch mit den Maßnahmen der EU zur Flüchtlingskrise auseinander. Statt den Menschenschmuggel zu bekämpfen und die Lebensbedingungen vor Ort zu verbessern, läge der Schwerpunkt auf der Blockade von Fluchtrouten, so der Bericht. Um Fluchtursachen zu bekämpfen, müssten demnach die politische Situation in den Herkunftsländern verbessert, spezifische Fluchtursachen stärker berücksichtigt und maßgeschneiderte Lösungsansätze gefunden werden.

(Bildnachweise: www.ey.com, www.gtai.de, www.eiu.com, www.exportmanager-online.de, www.giga-hamburg.de)

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