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Lesenswert 10/17

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 10/17: ein Artikel über Chancen in ausgesuchten Branchen der Elfenbeinküste, ein Merkblatt über unternehmerische Rahmenbedingungen in Nigeria sowie ein Report über aktuelle Entwicklungen im Mobilfunkbereich Subsahara-Afrikas.

  • Die GSMA, die weltweite Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter, ist Herausgeberin des Reports „Mobile Economy Sub-Saharan Africa 2017“ (Juli 2017). Er befasst sich mit dem Einfluss mobiler Technologien auf die Entwicklung und das Wachstum Subsahara-Afrikas. Demnach wird der Mobilfunkbereich weiter wachsen und bis 2020 535 Millionen Abonnenten zählen, mit 142 Milliarden US-Dollar zum Bruttoinlandsprodukt beitragen und 4,1 Millionen Menschen beschäftigen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Prognosen leicht nach unten korrigiert worden. Dennoch soll die Region in den nächsten fünf Jahren schneller als jede andere Region der Welt wachsen.
  • Germany Trade & Invest (GTaI), die Außenwirtschaftsförderungsagentur der Bundesrepublik Deutschland, befasst sich in dem Artikel „Produktmärkte in Côte d’Ivoire (Juni 2017)“ mit den Chancen in ausgesuchten Branchen der Elfenbeinküste. Dabei werden die Bereiche Energie- und Bauwirtschaft, Bergbau, Landwirtschaft, Nahrungsmittelindustrie und Umwelttechnik sowie die Märkte für KfZ, Öl und Gas beleuchtet.
  • Die Unternehmensberatungsgesellschaft A.T. Kearney ist Herausgeberin des “Global Retail Development Index (GRDI) 2017”, der die Attraktivität von 30 Wachstumsmärkten für internationale Handelsunternehmen identifiziert. Neben den aktuell erfolgreichsten Märkten beleuchtet die Analyse auch perspektivisch potenzialträchtige Märkte. Subsahara-Afrika ist mit der Elfenbeinküste (Rang 17), Tansania (20), Kenia (25), Südafrika (26), Nigeria (27) mit 5 von 30 Märkten im Ranking vertreten. Teils ungesättigte Märkte, steigende Einkommen, wachsende Mittelschichten und eine fortschreitende Urbanisierung bieten Chancen für Händler, die die Risiken einer Geschäftstätigkeit vor Ort nicht scheuen, so der Bericht.
  • Die Industrie- und Handelskammer Gießen-Friedberg ist Herausgeberin des kostenfreien Merkblatts „Markteintritt in Nigeria aus rechtlicher Sicht“ (Februar 2017). Das Merkblatt enthält Informationen u.a. zum nigerianischen Rechtssystem und den Unternehmensformen sowie zur Gesellschaftsgründung. Auch zum Handelsvertreter- und Arbeitsrecht sowie zur Beschäftigung ausländischer Mitarbeiter, zur Quellensteuer und den Sozialabgaben in Nigeria bietet das Merkblatt Informationen.
  • Die Economist Intelligence Unit (EIU) berichtet, dass Kenia, Tansania und Mosambik unter den Top-10 der 200 weltweit am meisten verkauften Länderreporte sind. Damit reihen sich die ostafrikanischen Länder in eine Riege mit Märkten wie Russland, China und Brasilien ein. Die Länderreporte sind kostenpflichtig und auf der Webseite der EIU erhältlich.

(Bildnachweise: www.gsma.com,www.gtai.de, www.atkearney.dewww.giessen-friedberg.ihk.de, www.eiu.com)

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