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Lesenswert 02/18

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 02/18: ein Bericht zum Stand der Umsetzung des Wirtschaftspartnerschaftsabkommen zwischen der EU und Afrika, ein Artikel über die Entstehung der ersten digitalen Freihandelszone des Kontinents sowie ein Artikel zur Präsenz deutscher Unternehmen vor Ort.

  • Germany Trade & Invest (GTaI), die Außenwirtschaftsförderungsagentur der Bundesrepublik, beleuchtet unter dem Titel „Deutsche Unternehmen im südlichen Afrika gut präsent“ (11.01.2018) das Engagement deutscher Unternehmen vor Ort. Demnach war insbesondere Südafrikas Investitionsklima zuletzt getrübt. Dennoch sind deutsche Unternehmen am Kap stark vertreten. In den Bereichen Kfz-Fertigung, Transport und Medizintechnik wird die Geschäftstätigkeit ausgebaut. Probleme hingegen bestehen bei den erneuerbaren Energien. Neben Südafrika gibt es auch in Namibia und Mosambik deutsche Präsenz, so die GTaI.
  • Die Kreditversicherungsgesellschaft Atradius ist Herausgeber der Publikation „Promising Markets for 2018“ (Januar 2018), die jährlich die potenzialträchtigsten Schwellenmärkte identifiziert und listet. Diese werden anhand günstiger Prognosen in den Bereichen BIP-Wachstum (insbesondere durch Inlandsnachfrage) sowie gute politische und demografische Rahmenbedingungen ermittelt. Unter den für 2018 identifizierten neun Top-Märkten befindet sich Senegal, das sich insbesondere in den Bereichen infrastrukturelle Entwicklung und Privatkonsum hervortut.
  • Die Europäische Kommission hat unter dem Titel „Umsetzen von Partnerschaft in der Praxis“ eine Publikation zum Wirtschaftspartnerschaftsabkommen (WPA) zwischen der EU und den Staaten Afrikas, der Karibik und des Pazifiks (AKP-Staaten) herausgegeben. Ziel der Publikation ist die Vorstellung der wesentlichen Züge des Abkommens sowie der bisherigen unternehmerischen Erfolgsgeschichten u.a. aus der Côte d’Ivoire, Madagaskar und Südafrika.
  • Die Deutsche Welle (DW) beleuchtet in ihrem Artikel „Stunde Null für Südafrikas Regierungspartei ANC“ die aktuelle Lage der traditionsreichen Regierungspartei ANC nach dem Rücktritt des südafrikanischen Staatschefs Jacob Zuma. Die einstige Partei Nelson Mandelas hofft auf einen Neuanfang, der allerdings schwierig werden wird, so der Bericht.
  • Die Online-Plattform der Wochenzeitung „The EastAfrican“ beschreibt unter dem Titel „Africa’s first digital free trade area for rollout in 2018“ (24.12.2017) den Fortschritt in der Implementierung einer digitalen Freihandelszone unter den Mitgliedsstaaten der Regionalorganisation für das südliche und östliche Afrika (Common Market for Eastern and Southern Africa, COMESA). Demnach plant die COMESA u.a. die Einführung eines elektronischen Ursprungszeugnisses zur Reduzierung von physischen Handelsbarrieren.

(Bildnachweise: www.gtai.de, www.atradius.de, www.ec.europa.eu, www.dw.com, www.theeastafrican.co.ke)

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