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Lesenswert 03/18

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 03/18: ein Report zum Bildungsexport nach Kenia, ein Überblick über die Agrarproduktion in 14 afrikanischen Staaten sowie eine Studie über den Stand der Wirtschaftskriminalität in Südafrika.

  • Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) und die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Kenia (Auslandshandelskammer, AHK) sind Herausgeber der „Marktstudie Kenia für den Export beruflicher Aus- und Weiterbildung“ (2018). Die Studie beruht auf einer Umfrage der AHK Kenia unter knapp 400 nationalen und internationalen Unternehmen mit Sitz in Kenia. Neben der Befragung sind Experteninterviews mit u.a. Regierungs- und Unternehmensvertretern in die Studie eingeflossen. Das Ergebnis zeigt, dass 80 Prozent der befragten Unternehmen Mängel im Bildungssystem sehen u.a. in der fehlenden Ausrichtung auf die Industrie.
  • Die bundeseigene Außenwirtschaftsförderungsagentur Germany Trade & Invest (GTaI) beleuchtet unter dem Titel „In Afrika soll mehr Agrarland bestellt werden“ (05.03.2018) die Potenziale in der Agrarproduktion in 14 afrikanischen Staaten. Demnach gäbe es vielerorts noch Potenziale durch noch viele brachliegende landwirtschaftlich nutzbare Flächen. Neben der Agrarproduktion biete auch die inländische Weiterverarbeitung des Geernteten Chancen. Die angestrebte Nahrungsmittelselbstversorgung sei aber häufig noch eine Zukunftsvision, so der Artikel.
  • Die Unternehmensberatung McKinsey & Company ist Herausgeberin des Reports „Mobile money in emerging markets: The business case for financial inclusion“ (März 2018). Der Report befasst sich mit den Chancen, die Mobiles Banking für die finanzielle Inklusion von Schwellenländern als auch für die Anbieter mobiler Zahlungsdienstleitungen bietet. Basis für die Ergebnisse sind die Daten von sechs bereits am Markt agierenden Anbietern aus u.a. Ost- und Westafrika. Demnach sei ein Engagement im Mobile Banking Sektor aktuell sehr profitabel, erfordere allerdings nicht unerhebliche Vorabinvestments, so der Bericht.
  • Das Startup AfricaWorks ist Gründer der gleichnamigen Plattform www.africaworks.eu, die berufliche Perspektiven in Afrika fördern möchte. Die Plattform bringt Afrikaner, die in Europa oder Nordamerika studieren, leben und arbeiten und in ihre Heimatländer zurückkehren und arbeiten möchten, mit in Afrika aktiven deutschen bzw. europäischen Unternehmen, die qualifiziertes Personal einstellen möchten, zusammen. Daneben bietet die Plattform die Vermittlung von Praktika- oder Traineestellen sowie Stellen für Diplomarbeiten an. Für Bewerber ist der Service kostenlos.
  • Die Unternehmensberatung PricewaterhouseCoopers ist Herausgeberin der „Global Economic Crime and Fraud Survey South Africa – The dawn of proactivity: Countering threats from inside and out“ (Februar 2018), die sich mit den Auswirkungen von Kriminalität und Betrug auf die südafrikanische Wirtschaft befasst. Demnach gaben 77 Prozent der mehr als 7.200 Befragten an, in den vergangenen zwei Jahren von Wirtschaftskriminalität betroffen gewesen zu sein. Damit hat Südafrika aktuell die höchste Rate an Wirtschaftskriminalität in der Betrachtung der vergangenen zehn Jahre, so der Bericht.

(Bildnachweise: www.bibb.de, www.gtai.de, www.mckinsey.de, www.africaworks.eu, www.pwc.de)

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