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Afrikas Superreiche mehr als fünf Milliarden vermögender als im Vorjahr

Das Wirtschaftsmagazin Forbes hat wieder das Ranking afrikanischer Milliardäre herausgebracht. Nach einem merklichen Einbruch 2016, erholten sich die Kontostände der superreichen Afrikaner dank steigender Aktienkurse und Rohstoffpreise 2017 wieder. Die 23 Milliardäre vereinen ein Gesamtvermögen von 75,4 Milliarden US-Dollar (USD) und erwirtschafteten damit 5,4 Mrd. USD mehr als im Vorjahr. Das Ranking zeigt neben den Namen der gelisteten Personen und ihrer Herkunft auch, in welchen Branchen sie ihr  Geld verdienen.

Die 23 reichsten Afrikaner sind in acht Ländern beheimatet. 13 von ihnen haben im vergangenen Jahr ihr Vermögen steigern können, vier hatten Einbuße zu verzeichnen. Die meisten Vermögenden sind Südafrikaner (acht Personen), gefolgt von sechs Ägyptern, drei Nigerianern, zwei Marokkanern und jeweils einer gelisteten Person aus Algerien, Angola, Tansania und Simbabwe. Die das Ranking dominierenden Südafrikaner vereinen ein Gesamtvermögen von 24,7 Mrd. USD. Mit 19,1 Mrd. USD verdienten die Nigerianer mehr als 5 Mrd. weniger als die Südafrikaner, obwohl unter ihnen der reichste Mann Afrikas, Aliko Dangote, ist. Die Ägypter sind mit 17,9 Mrd USD wertmäßig im Länderranking auf dem dritten Platz. Mit 61,7 Mrd. USD entfallen mehr als 80 Prozent des afrikanischen Gesamtvermögens auf die drei Länder Südafrika, Nigeria und Ägypten. Mit zwei Vertretern, aber lediglich 3,8 Mrd. USD, landet Marokko auf Platz fünf. Rang vier besetzt Algerien mit 4,0 Mrd. USD.. Angola (2,7 Mrd. USD), Simbabwe (1,7 Mrd. USD) und Tansania (1,5 Mrd. USD) bilden die Schlusslichter des Länderrankings.

Im siebten Jahr in Folge dominiert der Bergbau-Tycoon Aliko Dangote aus Nigeria mit einem Vermögen in Höhe von 12,2 Mrd. USD das Ranking. Rang zwei geht auch in diesem Jahr wieder an den Südafrikaner Nicky Oppenheimer, der sein Geld mit Diamanten macht. Die größten Zuwächse konnten mit 1,7 und 1,5 Mrd. USD 2017 der Südafrikaner Johann Rupert (Rang 3 – Gesamtvermögen: 7,2 Mrd. USD), dessen Vermögen aus dem Vertrieb von Luxusgütern stammt, und der ägyptische Bauunternehmer Nassef Sawiris (Rang 4 – Gesamtvermögen: 6,8 Mrd. USD) verzeichnen. Nach der Enthüllung von Unregelmäßigkeiten bei der Rechnungslegung in seinem Unternehmen Steinhoff International hat Christoffel Wiese im vergangenen Jahr den mit Abstand größten Verlust in Höhe von 4,4 Mrd. USD eingefahren. Er hatte bereits 2016 eine Milliarde verloren. Er verliert im Milliardärs-Ranking 17 Plätze und fällt vom vierten auf den 21. Rang. Auf Rang 14 neu in die Riege der Superreichen aufgestiegen ist der Simbabwer Strive Masiyiwa, der seine 1,7 Mrd. USD in der Telekommunikationsbranche verdient. Mit 1,2 Mrd. USD steigt der Financier Michiel Le Roux als weiterer Neu-Milliardär auf Platz 19 ins Ranking ein. Aufgrund steigender Aktienkurse und Vermögenszuwächsen hat der Bergbau-Unternehmer Desmond Sacco mit 1,1 Mrd. USD nach seiner letzten Platzierung im Jahr 2012 nun wieder Eingang in die Liste gefunden. Unverändert sind mit Isabel dos Santos aus Angola (Rang 9) und Folorunsho Alakija aus Nigeria (Rang 15) lediglich zwei Frauen im Ranking vertreten. Aus dem Ranking gefallen ist der Marokkaner Anas Sefrioui, der sein Vermögen mit Immobilien verdient. Sein Unternehmen verlor im vergangenen Jahr 30 Prozent an Wert, was sein Vermögen auf unter eine Milliarde USD schrumpfen ließ.

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