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Lesenswert 11/18

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 11/18: ein Bericht über die aktuelle Entwicklung des Kontinents, eine Analyse über die Twitternutzung in Afrika und eine Einschätzung der Situation kleiner und mittelständischer afrikanischer Unternehmen.

  • Die Afrikanische Union (AU) ist Herausgeberin der ersten Ausgabe des Reports „Africa’s Development Dynamics 2018 – Growth, Jobs and Inequalities“ (Juli 2018). Er stellt die wirtschaftlichen, sozialen und politischen Entwicklungen der afrikanischen Staaten gegenüberstellt und analysiert sie im Hinblick auf die strategischen Ziele der Afrikanischen Union bis 2063. Die erste Ausgabe untersucht schwerpunktmäßig die Beziehungen zwischen Wachstum, Beschäftigung und Ungleichheiten innerhalb des Kontinents und formuliert Handlungsempfehlungen an die afrikanischen Volkswirtschaften.
  • Die Beratungsgesellschaft Portland Communications Ltd. ist Herausgeberin der alle zwei Jahre erscheinenden Studie „How Africa Tweets“ (2018). Sie gibt einen Einblick in die Nutzung Twitters auf dem afrikanischen Kontinent. Die aktuelle, vierte Studie, befasst sich mit Tweets während der Wahlen in diversen Ländern des Kontinents zwischen Juni 2017 und März 2018. Demnach kamen 53 Prozent der führenden Twitter-Stimmen zu den rund zehn Wahlen von außerhalb der Länder, in denen die Wahlen stattfanden – 54 Prozent sogar von außerhalb Afrikas. Interessant ist auch, dass die betreffenden Politiker auf Twitter kaum eine Rolle spielten, auswärtige Journalisten und Nachrichtenseiten hingegen zu fast 25 Prozent zur Diskussion beigetragen haben.
  • Der aktuelle Newsletter der in Moskau ansässigen Personalberatung CT Executive Search mit dem Titel „Wachstumsmarkt Afrika – Chancen und Herausforderungen“ (10/2018) beschäftigt sich mit den Chancen und Perspektiven, die die 54 afrikanischen Länder aktuell bieten. Daneben werden die unternehmerischen Herausforderungen eines Engagements vor Ort, darunter u.a. das Recruiting von Führungskräften, thematisiert. Zu Wort kommt u.a. der Hauptgeschäftsführer des Afrika-Vereins der Deutschen Wirtschaft e.V..
  • Im Interview mit der Deutschen Welle (DW) berichtet Weltbank-Experte, Francisco Ferreira, unter dem Titel „Afrika muss etwas ändern“ (17.10.2018), dass die Armut zwar weltweit langsam zurückgeht, die Lage in Subsahara-Afrika sich aber insbesondere aufgrund des rasanten Bevölkerungswachstums eher verschlechtert. Er formuliert Handlungsempfehlungen an die Staaten wie bspw. die Wirtschaften breiter aufzustellen oder in Bildung und Infrastruktur zu investieren.
  • Germany Trade & Invest (GTaI), die Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundes, ist Herausgeberin des Artikels „Kleinunternehmen in Afrika sind optimistisch“ (18.10.2018). Er befasst sich mit der aktuellen Situation kleiner und mittelständischer Unternehmen (KMU) in Afrika. Viele blicken optimistisch in die Zukunft und schätzen ihre Lage aktuell besser ein, als die gesamtwirtschaftliche Lage des Kontinents. Dies ergab eine Befragung von rund 32.000 Mitarbeitern von KMU in 42 Ländern, so die GTaI.

(Bildnachweise: www.au.int, www.portland-communications.com, www.ct-executive.de, www.dw.com, www.gtai.de)

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