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Lesenswert 11/19

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 11/19: eine Führungskräftebefragung zu deutschen Investitionen in Afrika, ein Artikel über Grenzschließungen in Nigeria und ein Bericht über die erste Smartphone-Fabrik des Kontinents.

  • Die Global Perspectives Initiative ist Herausgeberin der GPI Studie 2019 „Investitionen der deutschen Wirtschaft in Afrika“ (August 2019). Die repräsentative Führungskräftebefragung, die um Tiefeninterviews ergänzt wurde, zeigt, dass die Mehrheit der in Afrika engagierten Unternehmen dem Kontinent in der Zukunft eine wachsende Bedeutung als Investitions- und Absatzmarkt beimessen. Dabei werden für Länder mit dynamischer Entwicklung die größten Investitionspotentiale gesehen. Als Hauptrisiken werden Korruption, politische Instabilität und Rechtsunsicherheit genannt. Das bisherige politische Engagement zur Unterstützung privater Investitionen in Afrika bewerten Unternehmen grundsätzlich positiv, wünschen sich aber noch mehr flankierende Maßnahmen.
  • Das Wirtschaftsmagazin African Business berichtet in dem Artikel „Mara Group opens Africa’s first smartphone factory in Rwanda“ (07.10.2019) von der Eröffnung der ersten Produktionsstätte für Smartphones auf dem afrikanischen Kontinent. Mehr als zwei Millionen Smartphones können pro Jahr in dem Werk mit über 200 Mitarbeitern des panafrikanischen Mischkonzerns Mara Group in Ruanda produziert werden. Die zwei Modellvarianten Mara X und Mara Z, die 130 und 190 US-Dollar kosten, sind für den lokalen Markt als auch für den Export innerhalb der Region gedacht. 
  • Die Außenwirtschaftsförderungsagentur des Bundes, Germany Trade & Invest (GTaI), gibt unter dem Titel „Subsahara-Afrika – Investitionsbehörden in ausgewählten Ländern“ (14.10.2019) einen Überblick über die Investitionsbehörden in 22 Ländern der Region. Wer vor Ort investieren möchte, sollte sich mit dem dort geltenden Recht vertraut machen. Die Webseiten der Investitionsbehörden enthalten oft hilfreiche Informationen z.B. zum Gesellschafts- oder Steuerrecht, so die GTaI.
  • Das Magazin „The Africa Report“ berichtet unter dem Titel „Nigeria’s border closure bad omen for Africa’s economic integration“ (28.10.2019) über die Schließung der nigerianischen Grenzen zu den Nachbarstaaten Benin, Kamerun und Niger zur Eindämmung des Reisschmuggels und zum Schutz der regionalen Produktion. Auch wenn Grenzschließungen in Afrika nichts Neues sind, bieten sie vor dem Hintergrund der kontinentalen Freihandelszone und der angestrebten regionalen Integration Anlass zur Sorge. Nigerias handeln könnte Vorbild für andere der Freihandelszone angeschlosse afrikanische Staaten werden. Die Afrikanische Union müsse jetzt handeln oder sich darauf einstellen, das Freihandelsabkommen zu begraben, so die Einschätzung der Autoren.
  • Das „Namibia Trade Network 2019/20“ ist eine jährlich erscheinende Publikation der namibischen Regierung. Sie bietet einen umfassenden Überblick über die wichtigsten Wirtschaftssektoren und Investmentchancen in Namibia. Firmenprofile und Kontaktadressen öffentlicher und privater Anlaufstellen komplettieren die Publikation. Die zugehörige Plattform „Namibia Trade Directory“ bietet zusätzliche fortlaufend aktualisierte Informationen für Namibia interessierte Unternehmen.

(Bildnachweise: globalperspectives.org, africanbusinessmagazine.com, gtai.de, theafricareport.com, namibiatradedirectory.com)

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