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Lesenswert 12/19

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 12/19: eine Umfrage unter deutschen Unternehmen in Afrika, Leitfäden für indirekte Steuern in diversen Märkten Afrikas und ein Artikel über die Einführung von E-Autos von Volkswagen in Ruanda.

  • Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) GmbH hat mit Unterstützung der deutschen Industrie- und Handelskammern eine Umfrage unter deutschen Unternehmen mit Afrika-Engagement durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie „Deutscher Mittelstand in Afrika“ (15.10.19) wurden im Oktober 2019 vorgestellt. Das erfreuliche Fazit ist, dass sich der Markteinstieg für alle befragten Unternehmen gelohnt hat. Verbesserungspotentiale gibt es vor allem bei der lokalen Vernetzung z.B. bei der stärkeren Einbeziehung lokaler Partner oder beim bilateralen Wissenstransfer im technischen und im kulturellen Bereich.
  • Die Außenwirtschaftsförderungsagentur des Bundes, Germany Trade & Invest (GTaI), ist Herausgeberin des „Fact Sheet Afrika – Der Kontinent ist im Kommen“ (19.11.2019). Der Fact Sheet bietet auf vier Seiten einen Überblick über die Chancen und Herausforderungen sowie die Entwicklung der Länder Afrikas, die sich laut der Autoren nicht über einen Kamm scheren lassen. Zu unterschiedlich seien Marktgröße, Entwicklungsstand, Wachstumstempo und kulturelles Umfeld. Im Jahr 2019 wächst der Kontinent voraussichtlich um vier Prozent. Das Bevölkerungswachstum, der Klimawandel und der damit einhergehende soziale, ökologische und politische Druck und Programme der internationalen Gemeinschaft entwickelt eine neue Dynamik auf dem Kontinent, so die GTaI. Der Fact Sheet kann auf der Webseite der GTaI nach kurzer Registrierung kostenlos heruntergeladen werden.
  • Die Deutsche Welle (DW) berichtet in dem Artikel „VW: Elektrisch in Ruanda“ (29.10.19) über das Projekt „Moving Rwanda“ mit dem Volkswagen mit dem e-Golf Elektromobilität nach Afrika bringen will. Während der Pilotphase wird es zunächst vier e-Golfs geben, die sich eine Ladestation in Kigali teilen. Die Ladesäulen-Infrastruktur wird von Siemens aufgebaut. Geplant ist, die Zahl der Autos auf 50 und die der Ladestationen auf 15 sukzessive zu erhöhen. VW sieht sein Engagement in Ruanda und anderen afrikanischen Staaten als eine Art Türöffner für den geplanten afrikanischen Binnenmarkt mit 1,2 Milliarden Menschen, so die Autoren.
  • Die Unternehmensberatung KPMG ist Herausgeberin der „Africa indirect tax guides“ (Ausgabe 2019). Die Leitfaden-Serie nimmt die indirekten Steuern in 21 ausgesuchten Märkten Afrikas unter die Lupe. Wie hoch ist die Mehrwertsteuer in dem jeweiligen Land? Gibt es Steuerermäßigungen? Wie registriert man sich für die Umsatzsteuer? Können ausländische Firmen Umsatzsteuern erstatten, wenn sie vor Ort nicht registriert sind? Wann werden Steuern auf Rechnungen ausgewiesen? Diese und weitere Fragen beantworten die kostenlosen „Indirect Tax Guides“ kurz und knapp.
  • Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) ist Herausgeber der „Sonderauswertung Afrika“ des „AHK World Business Outlook“ (November 2019), einer regelmäßigen Umfrage bei den Mitgliedsunternehmen der Deutschen Auslandshandelskammern, Delegationen und Repräsentanzen (AHKs). Für die Sonderauswertung wurden deutsche Mitgliedsunternehmen der AHKs in Afrika zu ihren Geschäftserwartungen auf dem Kontinent befragt. In die Auswertung sind 338 Antworten eingeflossen. Das Ergebnis zeigt, dass Afrika trotz der Herausforderungen ein attraktiver Geschäftspartner ist und die Geschäfte vor Ort auf Expansion ausgerichtet sind.

(Bildnachweise: www.giz.de, www.gtai.de, www.dw.com, www.kpmg.com, www.dihk.de)

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