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Lesenswert 02/20

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 02/20: ein Artikel über die EU-Afrika-Pläne von Bundesentwicklungsminister Müller, eine Analyse der für die kommende Dekade wichtigen Themen für den Kontinent sowie ein Bericht über chinesische Bau-Unternehmen in Afrika.

  • Die Deutsche Welle (DW) berichtet in dem Artikel „Entwicklungsminister Müller will EU-Afrika-Beziehung neu gestalten“ (10.01.20) über einen Kooperationsvertrag zwischen der EU und Afrika, den Bundesentwicklungsminister Gerd Müller noch während der deutschen EU-Ratspräsidentschaft schließen will. Ziel sei es, Afrika nicht als reinen Absatzmarkt für Agrarprodukte zu behandeln, sondern Wertschöpfung auf dem Kontinent zu generieren sowie in eine produktive Land- und Ernährungswirtschaft zu investieren, so die Autoren über die Pläne des Ministers.
  • Die Brookings Africa Growth Initiative ist Herausgeberin des Reports “Foresight Africa – Top Priorities for the Continent 2020-2030” (Januar 2020). Der seit 2010 jährlich erscheinende Bericht befasst sich mit Themen, die laut Einschätzung von afrikanischen Wissenschaftlern und Forschern im kommenden Jahrzehnt für die Entwicklung Afrikas von großer Bedeutung sein werden. Zu ihnen gehören die Bekämpfung des Klimawandels, die Nutzung der demografischen Entwicklung für den wirtschaftlichen Wandel und die Stärkung der Rolle Afrikas in der Weltwirtschaft.
  • Die von der Friedrich-Ebert-Stiftung in Auftrag gegebene Studie „G20 Compact with Africa: The Audacity of Hope“ (Oktober 2019) beleuchtet die Wirkung des Compact with Africa (CwA) zwei Jahre nach seiner Einführung und spricht Empfehlungen an die Politik aus. Anhand von Fallstudien der Länder Äthiopien, Ghana und Senegal versuchen die Autoren eine erste Bilanz aus den konkret geforderten Maßnahmen und den bisherigen Resultaten des CwA zu ziehen. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass der CwA deutliche Mängel aufweist.
  • Die Außenwirtschaftsförderungsagentur des Bundes, Germany Trade & Invest (GTaI), ist Herausgeberin des Artikels „Chinas Bauunternehmen in Afrika und ihre Beschaffungen“ (23.12.2019), in dem die Projekte von Chinesen in Afrika beleuchtet und Empfehlungen für deutsche Unternehmen abgeleitet werden. Dazu wurden chinesische Einkaufsmanager und Unternehmenschefs in Kenia befragt. Zusammen mit den Erfahrungen ausländischer Vertriebsleute und den Eindrücken von chinesischen Baustellen in Kenia ergeben sich Hinweise, wie chinesische Bauunternehmen funktionieren, wer über Beschaffungen entscheidet, wie die Auftragsvergabe läuft und wie man als deutscher Anbieter in Afrika vorgehen sollte.
  • Das World Economic Forum ist gemeinsam mit dem Harvard Business Review Herausgeber des Artikels „Africa’s digital revolution: this is what you need to know“ (20.12.2019), der sich mit der Analyse und dem Vergleich von sechs Schlüsselländern der Region und ihrem digitalen Wachstum befasst. Für die Länder Ägypten, Äthiopien, Kenia, Nigeria, Ruanda und Südafrika wird mittels des „African Leapfrog Index“ ermittelt, wie das digitale Grundpotential und die Widerstandsfähig der digitalen Infrastruktur ist und auch wie einfach es in den Ländern ist, Jobs im digitalen Umfeld zu schaffen.

(Bildnachweise: www.dw.com, www.brookings.edu, www.fes.de, www.gtai.de, www.weforum.org)

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