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Lesenswert 06/20

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 06/20: ein Überblick über die wirtschaftlichen Folgen von Corona in Afrika, ein Artikel über den Ausbau der Internet-Versorgung in der Region und ein Bericht über die Automobilindustrie Marokkos.

  • Germany Trade and Invest (GTaI) berichtet in dem Artikel „Pandemie drückt Subsahara-Afrika in die Rezession“ (14.05.2020) über einen durch die Weltbank prognostizierten Rückgang der Wirtschaftsleistung in der Region um bis zu fünf Prozent für 2020. Ursache sei die Covid-19-Pandemie, die für die erste Rezession seit einem Vierteljahrhundert sorgen könnte. Die drei größten Volkswirtschaften der Region Nigeria, Angola und Südafrika bekommen die Krise besonders zu spüren. Das Bruttoinlandsprodukt wird in diesen Ländern deutlich sinken, so die GTaI.
  • Die Deutsche Welle (DW) berichtet in dem Artikel „Was bedeuten die neuen EU-Visaregeln für Afrika?“ (22.05.2020) über die durch die EU geänderten Regeln für Kurzzeit-Visa, die seit Februar 2020 gelten. Diese machen einigen Antragstellern das Leben leichter – u.a. können Visa nun sechs statt bisher erst drei Monate vor Reisebeginn beantragt werden und Mehrfachvisa sind einfacher zu beantragen. Für viele Antragssteller aus afrikanischen Ländern, die für die EU wirtschaftlich weniger relevant sind oder solche, die bei der Rücknahme abgeschobener Migranten nicht mit der EU kooperieren, könnte es künftig schwerer werden, Europa zu besuchen.
  • Die Wirtschaftsjournalistin Katja Scherer betreibt einen Blog über die Wirtschaft in Afrika. Darin beleuchtet sie Themen wie u.a. E-Commerce, Handel und Telekommunikation auf dem Kontinent. Sie berichtet in dem Artikel „Automobilindustrie in Marokko: ein Gewinner der Corona-Krise“ (08.05.2020), dass die Automobilbranche in Marokko – die mittlerweile eine der größten Afrikas ist – von der Corona-Pandemie profitieren könnte, wenn europäische Autobauer ihre Lieferketten verkürzen. Die marokkanische Regierung schaffe dafür Anreize.
  • Der US-Konzern Facebook gab unter dem Titel „Building a transformative subsea cable to better connect Africa“ (13.05.2020) bekannt, das Internet in Afrika und im Nahen Osten auszubauen und dafür ein neues Unterseekabel zu verlegen. Gemeinsam mit führenden lokalen und internationalen Unternehmen arbeitet Facebook im Rahmen der 2Africa-Kooperation daran, mit 37.000 Kilometern Kabel 18 Länder in Afrika und im Mittleren Osten mit den fünf europäischen Staaten Portugal, Großbritannien, Italien, Spanien und Frankreich zu vernetzen.
  • Der Africa Business Guide spricht im Interview mit dem Titel „Handel in Ostafrika ist inzwischen viel einfacher“ mit einem Schweizer Logistikunternehmer über die Herausforderungen und Entwicklungen der Transportbranche im Osten Afrikas. Logistik sei in Afrika zwar einfacher geworden, es gäbe aber große Unterschiede auf dem Kontinent, so Josef Lenherr von der Fracht AG.

(Bildnachweise: gtai.de, dw.com, wirtschaftinafrika.de, engineering.fb.com, africa-business-guide.de)

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