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Lesenswert 08/20

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 08/20: eine Corona-Umfrage der AHK Ghana, ein Überblick über den Flugverkehr mit Afrika und ein Artikel über das geplante Lieferkettengesetz.

  • Die Delegation der Deutschen Wirtschaft in Ghana (Auslandshandelskammer, AHK) hat zu Beginn der Corona-Pandemie eine Blitzumfrage unter ihren Mitgliedern durchgeführt und die Ergebnisse in der „Corona Virus Impact Survey“ (Mai 2020) zusammengefasst. Die wichtigsten Ergebnisse in Kürze: Bis auf Unternehmen in der Gesundheitsindustrie und Krankenhausausrüster haben alle Firmen mit den Folgen der Pandemie zu kämpfen. Die größten Einbußen gehen mit geringerer Nachfrage einher. Zwei Drittel der Unternehmen stellen Investitionsentscheidungen gerade hinten an. Es wird bis zum drittem Quartal diesen Jahres nicht mehr mit einer wirtschaftlichen Erholung gerechnet.
  • Der Afrika-Verein der deutschen Wirtschaft (AV) hat eine Übersicht über „Flüge und Einreisebestimmungen in Afrika“ (13.07.2020) erstellt. Darin zu finden sind Hinweise zur aktuellen Ein- und Ausreise-Situation sowie zu Flugangeboten in diversen Ländern Afrikas. Demnach hat bspw. die Lufthansa seit dem 18. März 2020 alle Flugverbindungen von Addis Abeba nach Frankfurt eingestellt. Ethiopian Airlines hingegen hat den Flugplan zwar ausgedünnt, den Flugbetrieb nach Europa zum gegenwärtigen Zeitpunkt jedoch nicht eingestellt und fliegt 40 Ziele an, darunter täglich auch Frankfurt.
  • Die Deutsche Welle (DW) berichtet unter dem Titel „Gegen Ausbeutung: Lieferkettengesetz soll kommen“ (14.07.2020) über das von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil angekündigte Lieferkettengesetz. Es soll dazu beitragen, dass Unternehmen bei Liefer- und Wertschöpfungsketten vor allem in Entwicklungs- und Schwellenländern Arbeits-, Umwelt- und Sozialstandards einhalten. Heil kündigte an, bereits im August einen entsprechenden Gesetzentwurf ins Kabinett einzubringen, so dass das Gesetz bereits Anfang 2021 stehen könnte. Mit dem Gesetz müssten Firmen künftig prüfen, ob sich ihre Aktivitäten nachteilig auf Menschenrechte auswirken und Maßnahmen zur Prävention und Abhilfe ergreifen.
  • Die Agentur für Wirtschaft & Entwicklung (AWE) kooperiert seit 2019 mit der Centralvereinigung deutscher Wirtschaftsverbände für Handelsvermittlung und Vertrieb (CDH). Für ihren Blog hat die AWE ein Gespräch mit dem CDH geführt und es im Beitrag „Die EU ist der wichtigste Markt für afrikanische Warenexporte“ (08.06.2020) zusammengefasst. Wie Produzenten aus Entwicklungs- und Schwellenländern den Weg auf den deutschen Markt finden und wie deutsche Händler spannende neue Produkte aus aller Welt für ihr Sortiment sourcen, lesen Sie im AWE-Blog.

(Bildnachweise: ghana.ahk.de, afrikaverein.de, dw.com, wirtschaft-entwicklung.de, engineeringnews.co.za)

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