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Lesenswert 02/21

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 02/21: ein Bericht über E-Commerce-Marktplätze in Afrika, ein Leitfaden über Mosambik und ein Artikel über die Zusammenarbeit deutscher und afrikanischer Automobilverbände.

  • Germany Trade and Invest (GTaI), die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) und die Deutsche Industrie- und Handelskammer für das südliche Afrika (AHK) sind Herausgeber der Publikation „Neue Märkte – Neue Chancen: Mosambik“ (2021). Sie enthält allgemeine Landesinformationen, Wirtschaftsdaten sowie Angaben über Investitionsklima und -risiken und Einblicke in ausgesuchte Branchen. Tipps für die Geschäftspraxis, Informationen über die Einfuhrverfahren sowie Kontakte zu Förder- und Beratungseinrichtungen runden das Angebot ab. Die kostenlose Publikation kann auch nach Registrierung (kostenfrei) von der GTaI-Webseite heruntergeladen werden.
  • Das International Trade Centre (ITC) ist Herausgeber des Reports „Business and policy insights: Mapping e-Marketplaces in Africa“ (2020). Der Report geht den Fragen auf den Grund, welche E-Commerce-Marktplätze in welchen Ländern Afrikas existieren, wie ihr Wachstum aussieht und was ihre Herausforderungen sind. Er versucht auch zu erklären, warum so wenige afrikanische Marktplätze in der Lage sind, ihre Dienste auch grenzüberschreitend anzubieten. Die Autoren bedienen sich dazu der Daten des eigens entwickelten „Africa Marketplace Explorer“ und Fallstudien der größten afrikanischen Plattformen.
  • Unternehmer Martin Schoeller und Wirtschaftsjournalist Daniel Schönwitz sind die Autoren des Buches “Afrika first! Die Agenda für unsere gemeinsame Zukunft” (2020). Die Autoren plädieren für einen Neustart in der Handels- und Entwicklungspolitik mit Afrika, in deren Zentrum die soziale Marktwirtschaft rücken müsse. Es brauche faire Löhne und soziale Sicherungssysteme, damit Investitionen und Wachstum auch bei den Ärmsten ankommen. Dafür müsse Europa Reformen in Form von Entwicklungshilfe, Infrastruktur-Finanzierungen und fairen Handelsverträgen in Afrika anschieben, so die Autoren. Das Buch ist am 18. November 2020 im Berg & Feierabend Verlag erschienen.
  • Das Wirtschaftsmagazin „The Africa Report“ befasst sich in dem Artikel “Covid vaccines: Russia, China, India…Who is supplying Africa?” (25.01.2021) mit der Frage, woher die afrikanischen Wirtschaften ihre Corona-Impfstoffe beziehen. Während viele Industrienationen bereits ihre Bevölkerung impfen und Israel bald Herdenimmunität erreicht hat, hat bislang kein Land auf dem afrikanischen Kontinent eine echte Impfkampagne gestartet. Zwar gibt es bilaterale Abkommen mit ausländischen Laboratorien, allerdings steht aktuell für lediglich 36 Prozent der Bevölkerung Impfstoff zur Verfügung.
  • Der Verband der Automobilindustrie (VDA) berichtet in dem Presseartikel “Neue Initiative: Deutsche Automobilindustrie verstärkt Verbindungen mit Afrika” (29.12.2020) über die Intensivierung der Zusammenarbeit mit seinem afrikanischen Pendant, der African Association of Automotive Manufacturers (Afrikanischer Verband der Automobilhersteller, AAAM), im Rahmen des „PartnerAfrika”-Projektes des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Damit sollen die Bedingungen für die Automobilindustrie auf dem afrikanischen Kontinent verbessert werden.

(Bildnachweise: gtai.de, intracen.org, bergundfeierabend.de, theafricareport.com, vda.de)

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