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Corona zum Trotz: Afrikas Superreiche noch vermögender

Das Forbes-Magazin hat erneut die Liste der reichsten Afrikaner herausgegeben. Trotz Corona-Pandemie haben die 18 Milliardäre des Kontinents erneut Zuwächse verzeichnen können. Wer die reichsten Afrikaner sind, wie viel Vermögen sie besitzen und womit sie es gemacht haben, lesen Sie hier.

Superreiche trotzen Corona

Trotz Pandemie sind Afrikas Milliardäre erneut reicher geworden. 2021 haben die 18 gelisteten Superreichen mit einem Gesamtvermögen von knapp 85 Mrd. US-Dollar* etwa 15 Prozent mehr erwirtschaftet als im Vorjahr (2020: 73,8 Mrd. USD). So reich waren die Protagonisten der Liste das letzte Mal vor 8 Jahren – allerdings wurden die knapp 97 Mrd. US-Dollar 2014 noch von 28 Milliardären gemeinsam verdient. Durchschnittlich hatten die reichsten Afrikaner 2021 ein Nettovermögen in Höhe von 4,7 Mrd. USD, 2014 waren es 3,4 Mrd. USD pro Kopf. Zurückzuführen sind die Zuwächse im vergangenen Jahr in erster Linie auf gestiegene Aktienkurse vor allem aufgrund einer höheren Nachfrage nach Zement und Luxusartikeln.

Mit jeweils 5 Listungen stammen die meisten Superreichen aus Ägypten und Südafrika, gefolgt von Nigeria (3 Einträge) und Marokko (2), sowie jeweils einem Vertreter aus Algerien, Simbabwe und Tansania. Wertmäßig dominiert Nigeria mit 27,6 Mrd. USD das Ranking, dicht gefolgt von Südafrika (27,2 Mrd. USD) sowie, mit etwas Abstand, Ägypten (17,1 Mrd. USD).

Aliko Dangote 11 Jahre in Folge reichster Mann Afrikas

Der Nigerianer und Zementmogul Aliko Dangote ist im elften Jahr in Folge der reichste Mann Afrikas. Sein Vermögen stieg 2021 von 12,1 auf 13,9 Mrd. USD. Er profitierte von den um 30 Prozent gestiegenen Kursen der Aktien seines Unternehmens Dangote Zement, die einen Großteil seines Portfolios ausmachen.

Johann Rupert, der sein Vermögen mit Luxusgütern macht, schafft den Sprung von Rang 4 auf Rang 2 im Ranking. Mit einem Vermögenszuwachs um 3,8 auf 11 Mrd. USD machte er unter den Superreichen im vergangenen Jahr das größte Plus. Auch er profitierte von besseren Aktienkursen seines Luxusgüterkonzerns Compagnie Finaciére Richemont, das Cartier-Uhren und Montblanc-Stifte vertreibt und 2021 auf den Aktienmärkten 60 Prozent an Wert zulegte.

Platz drei belegt mit 8,7 Mrd. USD unverändert der Südafrikaner Nicky Oppenheimer, der vor zehn Jahren sein Diamantenbusiness DeBeers an das Bergbauunternehmen Anglo American verkauft hat.

Prozentual die größten Zuwächse hat der Simbabwer Strive Masiyiwa erwirtschaftet. Sein Vermögen stieg 2021 um 125 Prozent von 1,2 auf 2,7 Mrd. USD, weil seine Aktienanteile an der durch ihn gegründeten Mobilfunkfirma Econet Wireless Zimbabwe um 750 Prozent gestiegen sind.

Lediglich die Milliardäre Koos Bekker aus Südafrika und Mohammed Dewji aus Tansania haben 2021 leichte Verluste in Höhe von jeweils 100.000 USD eingefahren. Alle anderen konnten ihren Status entweder halten (3 Einträge) oder verbessern (13).

Alle afrikanischen Milliardäre und ihre Zuwächse / Verluste finden Sie hier in der Tabelle der 18 reichsten Afrikaner:

*Die Nettovermögen der gelisteten Unternehmen basieren auf Aktien- und Wechselkursen zum Geschäftsschluss am 19. Januar 2022.

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(Bildnachweis: Pixabay.com)

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