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Weltfriedensindex: Sicherheitslage in Subsahara-Afrika entwickelt sich positiv

Der „Global Peace Index“ des Instituts für Wirtschaft und Frieden liefert einen Überblick über die Sicherheitslage in 162 Ländern. Danach gehört Subsahara-Afrika aktuell zu den vier friedlichsten Regionen der Welt und überholt Russland, Eurasien, Südasien und die MENA-Region. Allerdings gibt es erhebliche Unterschiede zwischen den Ländern südlich der Sahara.

Wesentliche Ergebnisse im Überblick

Die Top-10 des Global Peace Index bilden Island, Dänemark, Österreich, Neuseeland, Schweiz, Finnland, Kanada, Japan und Australien sowie die Tschechischen Republik. Deutschland rangiert auf dem 16. Platz. Das afrikanische Land Guinea-Bissau, das 24 Indexpunkte gut gemacht hat, ist das Land mit der positivsten Entwicklung im Global Peace Index. Gefolgt von der Elfenbeinküste, Ägypten, Tadschikistan und Benin – auch in diesen Ländern hat sich die Sicherheitslage deutlich verbessert. Die Staaten Libyen, die Ukraine, Dschibuti und Niger verzeichnen den stärksten Negativtrend. Europa bleibt weltweit weiterhin die friedlichste Region und hat ihre Sicherheitslage im regionalen Vergleich am stärksten optimiert. Die MENA-Region (Mittlerer Osten und Nordafrika) überholt Südasien und ist die Region mit der aktuell schlechtesten Sicherheitslage.

Insgesamt positive Entwicklung der Region Subsahara-Afrika 

Subsahara-Afrika hat insgesamt seine Sicherheitslage spürbar verbessern können und befindet sich nun unter den Top-4 der friedlichsten Regionen weltweit. „Gewinner“ sind Guinea-Bissau und die Elfenbeinküste, die u.a. aufgrund überwiegend friedlich verlaufener Wahlen den größten Sprung nach vorne verzeichnen konnten. Auch Benin konnte seinen Rang wegen des Abbaus interner Konflikte, einer Verfassungsänderung und der Ankündigung von Neuwahlen deutlich verbessern. Trotz vieler guter Nachrichten gibt es auch einige Länder in der Region, deren Situation sich im letzten Jahr drastisch verschlechtert hat. Allen voran Dschibuti, das aufgrund von steigenden sozialen Unruhen, Kriminalität und Ressentiments gegenüber der Regierung, aber auch wegen der geografischen Nähe zum notorisch instabilen Somalia, um ganze 42 Indexplätze abgefallen ist. Niger ist aufgrund von mehreren Anschlägen der islamistischen Terrorgruppe Boko Haram um 28 Plätze im Friedensindex gefallen. Südsudan verliert zwar nur drei Plätze, war aber 2014 das Land mit dem mit Abstand größten Indexabfall. Er bleibt aufgrund ziviler Konflikte weiterhin ein Krisenland und ist laut Index das weltweit viert-unsicherste Land.

globalpeaceindex2015_subsaharaafrika

Der seit 2007 jährlich herausgegebene „Global Peace Index“ analysiert die Sicherheitslage in 162 Ländern und vergleicht sie anhand von Faktoren wie dem Ausmaß politischer Korruption, Militärausgaben sowie Terroranschläge oder Mordraten. Herausgegeben wird er von der Initiative „Visions for Humanity“ des Instituts für Wirtschaft und Frieden (IEP), das Büros in New York, Sydney und Mexiko unterhält.

Das folgende Video erklärt den Global Peace Index:

(Bildnachweise: www.visionofhumanity.org)

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