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Absatzchancen für deutsche Firmen in Schlüsselbranchen

Die Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft des Bundes, Germany Trade and Invest (GTaI), veröffentlicht regelmäßig Kurzanalysen zu Schlüsselbranchen vieler Märkte weltweit. Im Fokus stehen die Absatzchancen für deutsche Produkte und Dienstleistungen in diesen Branchen. Wie sich die Schlüsselbranchen in afrikanischen Staaten entwickeln, lesen Sie hier:

BAUWIRTSCHAFT

Elfenbeinküste: Côte d’Ivoires Bauwirtschaft hat Hochkonjunktur
Bereits seit 2012 wird in Côte d’Ivoire kräftig gebaut. Die Liste mit den Infrastrukturvorhaben ist lang. Der Hochbau konzentriert sich überwiegend auf das Wirtschaftszentrum Abidjan. Experten glauben, dass diese dynamische Phase auch in den kommenden Jahren in etwas abgeschwächter Form andauern wird. Deutsche Unternehmen kommen vor allem über die Zulieferung von Baumaschinen, Werkzeugen und Baustoffen ins Geschäft. Auch beratende Dienstleistungen sind gefragt.

Ghana: Ghanas Bausektor durchläuft Phase der Konsolidierung
Ghanas Bausektor steht vor schwierigen Zeiten. Im Wohnungs-, Industrie-, Gewerbe- und Infrastrukturbau tut sich nur wenig. Nach Jahren des Booms hat der lokale Bausektor Überkapazitäten aufgebaut, die nun reduziert werden müssen. Für den Absatz von Baumaschinen, Werkzeugen und Beratungsdienstleistungen bedeutet dies nichts Gutes. Zwar können deutsche Anbieter weiter Geschäfte machen, jedoch auf einem geringeren Niveau als in den Jahren zuvor.

Kamerun: Ausbau der Infrastruktur in Kamerun gewinnt an Fahrt
In Kamerun wird viel gebaut. Staatliche Infrastrukturvorhaben, zumeist von ausländischen Gebern finanziert, dominieren den Bausektor des Landes. Je nachdem, welcher Geber hinter einem Projekt steht, steigen und fallen auch die Chancen für deutsche Unternehmen, an den Vorhaben zu partizipieren. Nachgefragt werden unter anderem Baumaschinen, Werkzeuge und spezielle Beratungsdienstleistungen.

Nigeria: Nigerias Bauwirtschaft muss Kapazitäten abbauen
Nigerias Bausektor scheint die Talsohle durchschritten zu haben und verzeichnet zumindest im Tiefbau wieder zunehmende Auftragseingänge. Im privaten Häuserbau hingegen befinden sich die Aktivitäten nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau. Eine Ausnahme bildet hier die Wirtschaftsmetropole Lagos, in der weiterhin Hochbauprojekte durchgeführt werden. Deutsche Zulieferer dürften für 2018 leicht positive Umsatzentwicklungen erwarten.

Senegal: Senegals Bauwirtschaft setzt viele Großprojekte um
Senegal im Bauboom: Das Land modernisiert seine Infrastruktur, vor allem im Ballungsraum Dakar. Französische Unternehmen dominieren den Bausektor, aber auch deutsche Zulieferer haben Chancen.

KFZ-INDUSTRIE UND KFZ-TEILE

Afrika: Internationale Kfz-Industrie sondiert Afrikas Potenzial
Afrika südlich der Sahara ist für die internationale Automobilindustrie und für deren Zulieferbetriebe zum großen Teil ein weißer Fleck auf der Landkarte. Mal abgesehen von der Republik Südafrika kann von nennenswerten Märkten bislang nicht die Rede sein. Wenn Kfz nachgefragt werden, dann sind es vornehmlich Gebrauchte. Das brachliegende Marktpotenzial beflügelt allerdings die Fantasie. In langfristigen Strategien setzen erste Firmen auf eine Montage von CKD-Bausätzen vor Ort. 

Nigeria: Nigerias Automobilsektor fährt weiter im Krisenmodus
Die Verkaufszahlen sind seit 2015 bei Pkw und Nutzfahrzeugen drastisch gesunken. Auch für die kommenden Jahre sieht das Geschäftsumfeld schwierig aus. Die Talsohle dürfte jedoch erreicht sein. Da deutsche Hersteller tendenziell an zahlungskräftige Kundschaft mit geringer Preissensibilität verkaufen, ist der Absatz nicht durchgehend eingebrochen. Insgesamt bleibt Nigeria ein Automobilmarkt mit Potenzial.

Südafrika: Südafrikas Automobilindustrie baut die Kapazitäten aus
Südafrika forciert seine Kfz-Industrie weiter und hat bis 2035 ehrgeizige Ziele formuliert. Ein neuer Masterplan soll auch Anreize für die lokale Herstellung von Nutzfahrzeugen wie Lkw und Busse schaffen. Deutsche Autobauer und Zulieferer mischen kräftig mit.

MASCHINEN- UND ANLAGENBAU

Elfenbeinküste: Cote d’Ivoire entwickelt sich zu einem wichtigen Absatzmarkt für Maschinen
Côte d’Ivoire wird als Absatzmarkt für Maschinen zunehmend interessant. Bereits seit 2012 wächst die Wirtschaft rapide und damit auch der Umfang der Maschinenlieferungen. Deutsche Unternehmen sind wenig präsent und verfügen dementsprechend nur über geringe Marktanteile. Gerade im Bereich Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Baumaschinen sowie für Fördertechnik dürfte der ivorische Markt auch für deutsche Lieferanten zahlreiche Chancen bieten.

Ghana: Wieder gute Aussichten für Maschinenlieferungen nach Ghana
Das Umfeld für Maschinenlieferungen in Ghana hat sich nach einer mehr als zweijährigen Krise 2016 spürbar verbessert. Deutsche Exporte nahmen entsprechend zu. Ghana ist innerhalb Subsahara-Afrikas einer der größten Absatzmärkte für Maschinen, aus deutscher Sicht vor allem für Baumaschinen, Bergbautechnik sowie Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen. Durch die 2011 begonnene Ölförderung entstehen auch in diesem Bereich zunehmend Lieferchancen für Maschinen und Ausrüstungen.

Kamerun: Kameruns gute Konjunktur sorgt für steigende Nachfrage nach Maschinen
Vor allem die Nahrungsmittel- und Verpackungsindustrie vergibt regelmäßige Aufträge an Maschinenlieferanten. Potenzial haben auch Baumaschinen und Bergbautechnik. Innerhalb Afrikas zählt Kamerun zu den mittelgroßen Maschinenabsatzmärkten bei relativ konstantem Wachstum. Deutsche Maschinenlieferanten sind vor Ort kaum präsent. In der Regel wird der Markt von Lagos oder von Europa aus bedient.

Kongo: DR Kongo benötigt Maschinen vor allem in der Lebensmittelindustrie
In vielen Abnehmerbranchen in der Republik Kongo gibt es Chancen für deutsche Maschinenbauunternehmen. Durch u.a. die Krise im Kupferbergbau hat sich die Stimmung eingetrübt. Dennoch bleiben die Aussichten für den Absatz von Bau- sowie Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen vorsichtig optimistisch.

Nigeria: Maschinenimporte nach Nigeria brechen ein
Der deutsche Absatz von Maschinen in Nigeria ist bereits 2015 um mehr als 40% eingebrochen. Zahlreiche Krisenherde in der nigerianischen Wirtschaft verschlechtern das Umfeld für Maschinenlieferungen. Günstigere Produkte aus der VR China und Indien gewannen zuletzt Marktanteile – eine Entwicklung, die anhalten dürfte. Potenzial für deutsche Zulieferer besteht insbesondere bei Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen und im Energiesektor.

Senegal: Bau und Industrie sorgen für regen Absatz von Maschinen in Senegal
Senegal sticht in Zeiten flauer Konjunktur in den meisten afrikanischen Staaten als Wachstumsmarkt heraus. In der für afrikanische Verhältnisse vergleichsweise diversifizierten Ökonomie steigt damit auch die Nachfrage nach Maschinen und Anlagen. Insbesondere Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen, Fördertechnik sowie Baumaschinen kommen aus Deutschland. Ein Großteil des Vertriebs sowie der Wartung wird von lokalen Handelsgesellschaften übernommen.

Südafrika: Maschinenmarkt steht in Südafrika vor schwierigen Zeiten
Die Maschinennachfrage in Südafrika geht zurück. Unternehmen reduzieren infolge schwachen Wachstums und geringer Nachfrage die Ausrüstungsinvestitionen. Zudem belastet politische Unsicherheit die Stimmung. Dank einer breit aufgestellten Industrie ist in Südafrika aber ein stetiger Grundbedarf vorhanden. Statt Kapazitätsausbau stehen Effizienzsteigerung und Kostensenkung im Fokus, denn die Input-Preise steigen. Dies bietet Chancen für deutsche Anbieter in Feldern wie Energieeinsparung.

CHEMIE

Südafrika: Südafrikas Chemieindustrie leidet unter der Konjunkturschwäche
Südafrikas Chemieindustrie erlebt aufgrund der schwachen Konjunktur am Kap ein schwieriges Marktumfeld. In der Petrochemie ist die Modernisierung der Raffinerien um Jahre verzögert. Der Kunststoffsektor hofft hingegen auf steigende Nachfrage aus den Bereichen Verpackungen, Bau und Automobilproduktion. Der Absatz von Pharmazeutika könnte durch den Abbau des Rückstaus bei den Medikamentenzulassungen profitieren. Steigende Einkommen der Landwirte ergeben Chancen für Agrarchemikalien.

GESUNDHEITSMARKT UND MEDIZINTECHNIK

Afrika: Gesundheitsmärkte in Afrika: Exportchancen für die deutsche Medizintechnik
Der Ausbau der Gesundheitsinfrastrukturen in Afrika wird von privaten Investoren und nationalen Regierungen vorangetrieben. Damit zieht der Importbedarf bei Medizinprodukten weiter an. Welche Wachstumsfaktoren die Märkte noch attraktiv machen und wie diese erschlossen werden zeigt die Studie „Gesundheitsmärkte in Afrika. Exportchancen für die deutsche Medizintechnik“. Sie zeigt u.a. in Südafrika, Ägypten, Kenia und Ghana Marktentwicklungen und Geschäftschancen auf und stellt die wichtigen Themen wie Einfuhr, Zulassung und Vertrieb für ausgewählte Zielmärkte vergleichend dar.

Ghana: Krankenhausprojekte in Ghana sorgen für Nachfrage nach Medizintechnik
Ghana sucht nach privaten Investoren im Gesundheitsbereich. Das Land hat zuletzt seine Krankenhauskapazitäten deutlich aufgestockt. Allerdings mangelt es am Management und an medizinischem Personal. Der Regierung fehlt das Geld für große Investitionen. Daher sucht sie die Partnerschaft mit Privatunternehmen. Für deutsche Lieferanten von Medizintechnik ist Ghana zwar ein kleiner Markt. Dennoch gibt es immer wieder Geschäftschancen sowohl bei staatlichen als auch bei privaten Aufträgen.

Kenia: Kenia ist ein Nischenmarkt für Medizintechnik
Das kenianische öffentliche Gesundheitswesen bleibt trotz deutlich verbesserter Versorgung mit US-amerikanischer Medizintechnik in einer Krise. Großer Profiteur ist der Privatsektor. Deutsche Technikverkäufer sind gut positioniert, das Marktpotenzial ist allerdings sehr überschaubar. Zwei Trends sind für deutsche Medizintechnikunternehmen interessant: Arabische Investoren geben Kapital, um Krankenhäuser zu modernisieren. Und es gibt die Möglichkeit von Leasingverträgen.

Nigeria: Nigerias Gesundheitsmarkt weckt Interesse internationaler Krankenhausinvestoren
Private internationale Investoren im Gesundheitsbereich zeigen Interesse am nigerianischen Markt. Die Mittelschicht des Landes umfasst mehrere Millionen Menschen und wächst. Bislang reisen viele Nigerianer für Behandlungen ins Ausland, weil der Gesundheitsmarkt des Landes unterversorgt ist. Kommt es zu Investitionen, dann dürfte Nigeria als Absatzmarkt für Medizintechnik wichtiger werden. Aktuell sind die Lieferungen – auch wegen der gegenwärtigen Wirtschaftskrise – auf niedrigem Niveau.

Südafrika: Staatliche Finanzspritzen zur Sanierung der Infrastruktur
Südafrikas Markt für Medizintechnik wächst jährlich um 7 bis 8%. Aufgrund einer Importquote von rund 90% bieten sich dabei gute Lieferchancen. Private Krankenhausbetreiber verzeichnen wachsenden Behandlungsbedarf und schreiben schwarze Zahlen, denn die Bevölkerung wird älter, während gleichzeitig chronische und lebensstilbedingte Krankheiten auf dem Vormarsch sind. Der marode öffentliche Gesundsheitssektor bekommt staatliche Finanzspritzen zur Sanierung der Infrastruktur.

ENERGIE

Afrika: Weltbank setzt auf Erneuerbare Energien
Der Energiesektor lag im Finanzjahr 2017 mit 6,3 Milliarden US-Dollar auf Platz zwei der Neuzusagen der Weltbank für staatliche Vorhaben in Entwicklungs- und Schwellenländern. Die Bank will den Energiezugang für alle fördern und den Anteil von Erneuerbaren Energien in ihrem Projektportfolio erhöhen. Auf den Energiesektor entfällt ein Großteil der Aufträge, die deutsche Unternehmen im Rahmen von Weltbankprojekten erhalten.

Afrika: In Afrika ist die Energieversorgung weiter unzureichend
Strom bleibt südlich der Sahara knapp. Nur 181 Kilowattstunden werden pro Kopf und Jahr verbraucht. Den gravierenden Engpässen steht ein gigantisches Potenzial gegenüber. Die Märkte sind in Bewegung. Neben fossilen Brennstoffen gewinnen erneuerbare Quellen an Bedeutung. Zunehmend werden auch private Stromerzeuger aktiv.

Afrika: Energiemärkte in Subsahara-Afrika
Eines haben alle afrikanischen Länder südlich der Sahara gemeinsam: Der Energiehunger ist enorm und wächst weiter. Wie der dringend notwendige Ausbau der Energieversorgung erfolgt, ist jedoch höchst unterschiedlich und hängt von den geographischen, politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern ab. Konventionelle Energieträger spielen nach wie vor eine entscheidende Rolle, vielfach gewinnen aber auch erneuerbare Energien an Relevanz.

Äthiopien: Äthiopien wird zum Kraftwerk Afrikas
Die äthiopische Regierung hat ein für afrikanische Verhältnisse geradezu gigantisches Elektrifizierungsprogramm entwickelt: Es soll erstmalig genügend Strom für Haushalte, Industrie und Exportabnehmer geben. Die Importe von Kraftwerksausrüstungen haben sich binnen zehn Jahren auf 1,23 Milliarden US-Dollar (US$) verdreizehnfacht. Deutsche Technik ist bislang so gut wie gar nicht vertreten.

Ghana: Ghanas Industrie fragt Solaranlagen für die Eigenversorgung nach
Aktuell haben kleinere Solaranlagen zur Eigenversorgung von Industrie, Bergbau oder öffentlichen Einrichtungen das größte Marktpotenzial in Ghanas Solarsektor. Hingegen gibt es kaum Aussichten bei größeren Solarparks für die Netzeinspeisung, da die Regierung auf Wärmekraft setzt. Für Unternehmen, die sich im Sektor engagieren wollen, bieten sich neben dem Import und der Instandhaltung von Panels vor allem Chancen für ganzheitliche Konzepte zur Einsparung von Stromkosten.

Kenia: Solarenergie in Kenia bislang ein Nischenmarkt
Kenia kann seine Stromnachfrage nicht befriedigen. Viele Haushalte sind nicht ans Netz angeschlossen, die Wirtschaft leidet unter hohen Preisen und Stromausfällen. Der Regierung ist es deshalb ziemlich egal, woher der Strom kommt, solange er kommt. Die internationale Gebergemeinschaft sieht das anders und fördert umweltbewusste Projekte nach Kräften, während Verbraucher nach eigenen Lösungen suchen. Chancen für deutsche Lieferanten gibt es vornehmlich bei privaten und Geberprojekten.

Tansania: Solarenergie spielt in Tansania noch keine große Rolle
Tansania kann bislang keine stabile Stromversorgung gewährleisten. Mit einem höchst ambitionierten Energieausbau soll das Land sehr schnell industrialisiert und in eine neue Liga gepuscht werden. Dabei setzt es vor allem auf seine Gas- und Kohlevorkommen. Viele Fragen aber bleiben. Solarenergie spielt in den tansanischen Plänen bislang nur eine marginale Rolle. Chancen für einschlägige deutsche Technik gibt es deshalb vornehmlich bei privaten und Geberprojekten.

Südafrika: Goldene Zukunft für Solarenergie in Südafrika
Südafrika bietet mit seinen günstigen Bedingungen fast grenzenloses Potenzial für Solarenergie. Bis 2050 könnten allein rund 20 GW an großen Photovoltaik (PV)-Anlagen gebaut werden. Für Verunsicherung sorgt die Verzögerung bei den Stromabnahmeverträgen. Hohes Wachstum erlebt der Markt für Aufdachanlagen. Dagegen könnte Concentrating Solar Power (CSP) langfristig komplett aus der Energieplanung gestrichen werden. Erleichterungen soll es bei den Genehmigungsprozessen geben.

Südafrika: Windkraft mit Gewinnerchancen in Südafrika
Windkraft entwickelt sich zu einem wichtigen Energieträger in Südafrika. Nachdem bis 2020 zunächst weitere 3 GW zugebaut werden sollen, könnten die installierten Kapazitäten bis 2050 um weitere 37 GW steigen. Beim Bau von Windparks kommt es derzeit zu zeitlichen Verzögerungen, da sich der staatliche Versorger Eskom sträubt, neue Stromabnahmeverträge zu unterzeichnen. Preislich ist Windkraft bereits am günstigsten.

RECYCLING UND ENTSORGUNGSWIRTSCHAFT

Äthiopien: Abwasser wird in Äthiopien ein Thema
Äthiopien will in 23 Städten des Landes die Abwasserentsorgung aufbauen bzw. verbessern. Die Weltbank wird das Vorhaben mit einer halbe Milliarde US-Dollar unterstützen. Marktchancen bestehen auch beim Aufbau moderner Industrieparks und Luxussiedlungen.

Ghana: Geber bringen Schwung in Ghanas Abfallwirtschaft
Durch neue Geberprojekte – insbesondere mit deutscher Beteiligung -kommt Schwung in den ghanaischen Abfallsektor. Vor allem im Recycling könnte es in den kommenden Jahren zu interessanten Geschäftsmöglichkeiten auch für deutsche Unternehmen kommen. E-Waste, Mülltrennung sowie der Ausbau von Mülldeponien haben derzeit die höchste Priorität. Sämtliche Aktivitäten sind letztlich abhängig von Subventionen. Diese kommen vom Staat, vor allem aber von den internationalen Geberinstitutionen.

Nigeria: Abfallwirtschaft in Nigeria immer noch ohne politische Priorität
Lieferchancen in Nigerias Abfallsektor gibt es für deutsche Unternehmen derzeit nur vereinzelt. Aufgrund der Wirtschaftskrise ist die Staatskasse leer. Zudem genießt die Abfallwirtschaft nur geringe politische Priorität. Das stark steigende Müllaufkommen in einem der am dichtesten besiedelten Länder der Welt sorgt gleichwohl für eine erhebliche Dringlichkeit von Lösungen im Abfallmanagement. Vereinzelt engagieren sich internationale Geberorganisationen, unter anderem aus Frankreich.

Südafrika muss den Investitionsstau im Wassersektor dringend abbauen
Südafrika droht in den kommenden Jahren ein zunehmender Wassermangel. In einigen Regionen wie Kapstadt herrscht bereits akuter Notstand. Missstände im Abwasserbereich sorgen für immer schlechtere Wasserqualität. Der Investitionsbedarf im Wassersektor ist deshalb groß. Wichtige Zukunftsthemen werden Meerwasserentsalzung und Wiederverwendung von Abwasser. Chancen bieten sich dabei auch für dezentrale Lösungen.

Die Zusammenstellung ist auf Basis der kostenfreien Serie „Branche kompakt“, „Branchencheck“ und weiteren Artikeln und Berichten der Germany Trade and Invest (GTaI) entstanden. Die GTaI bietet eine Vielzahl von Analysen zu vielen Ländern und Branchen Afrikas. Die Berichte werden regelmäßig aktualisiert. Sie sind – teilweise nach kostenfreier Registrierung – auf der Webseite www.gtai.de abrufbar.

(Bildnachweise: www.pixabay.de; Fotolia.de: Sittinan, Nmedia, Renate Wefers, Psdesign1)

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