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Lesenswert 08/19

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 08/19: ein Bericht über Kenias Nahrungsmittelversorgung, ein Report über die Verbreitung mobiler Telekommunikation in Afrika und ein Artikel über finanzielle Inklusion Nigerias mittels mobile Banking. 

  • IXPOS, das Außenwirtschaftsportal des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), berichtet in dem Artikel „DEG arrangiert 100 Mio. US-Dollar für kenianische KMU-Bank“ (30.07.2019) über den Zusammenschluss von Investmentbanken aus Deutschland, Frankreich, Norwegen und Schweden für ein Investment in die kenianische Equity Bank. Mit dem langfristigen Darlehen in Höhe von 100 Mio. US-Dollar soll die kenianische Bank ihr Angebot ausbauen und die Kreditvergabe an KMU deutlich steigern.
  • Die Außenwirtschaftsförderungsagentur des Bundes, Germany Trade & Invest (GTaI), berichtet in dem Artikel „Kenias langer Weg zum Selbstversorger“ (19.07.2019) über den Weg des ostafrikanischen Landes zur Unabhängigkeit von Nahrungsmittelimporten. Bisherige Bemühungen der Regierung zeigen noch keine Erfolge, die Nahrungsmittelimporte steigen. Gleichzeitig steigen aber auch die Exporte deutscher Lebens- und Futtermittelverarbeitungsmaschinen nach Kenia. Ein Grund dafür sei der Expansionskurs kenianischer Firmen, die Grundnahrungsmittel für die breite Bevölkerung anbieten, so der Bericht.
  • Die GSMA, die weltweite Industrievereinigung der GSM-Mobilfunkanbieter, ist Herausgeberin des Reports „Mobile Economy Sub-Saharan Africa 2019“ (2019). Er befasst sich mit dem Einfluss mobiler Technologien auf die Entwicklung und das Wachstum Subsahara-Afrikas. Demnach werden mit einem jährlichen Wachstum um etwa 5 Prozent bis 2025 knapp 630 Mio. Afrikaner Mobilfunk nutzen. Noch stärker wird die Nutzung des mobilen Internets wachsen, um jährlich etwa 10 Prozent auf mehr als 483 Mio. Nutzer in 2025. Dann werden 66 Prozent der afrikanischen Bevölkerung ein Smartphone besitzen und die Industrie mit 185 Mrd. US-Dollar zu knapp zehn Prozent zum Bruttoinlandsprodukt beitragen, so die GSMA.
  • Das Wirtschaftsmagazin „The Africa Report“ berichtet unter der Überschrift „Reaching the unbanked — MTN to shake up Nigeria’s fintech sector“ (31.07.2019) , dass das norwegische Unternehmen Opera 50 Mio. US-Dollar investiert, um in Nigeria mit mobilen Finanzdienstleistungen zu expandieren. Auch der größte Mobilfunkanbieter des Landes, MTN, kündigte an, ins Mobile Banking einzusteigen. MTN habe mit einem Marktanteil von 42 Prozent und 163 Millionen zufriedenen Kunden in Nigeria das größere Potenzial den mobilen Zahlungsverkehr grundlegend zu verändern und die finanzielle Inklusion der Nigerianer, von denen aktuell mehr als die Hälfte keinen Zugang zu Finanzdienstleistungen haben, zu verbessern, so die Autoren.

(Bildnachweise: www.ixpos.de, www.gtai.de, www.gsma.com, www.theafricareport.com)

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