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Lesenswert 01/20

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 01/20: eine Studie über die Perspektiven bayerischer Unternehmen in Afrika, ein Bericht über die Textilindustrie in Äthiopien und ein Artikel über den Aufstieg und Fall des nigerianischen Tech-Unternehmens Jumia.

  • Die Industrie- und Handelskammern in Bayern sind Herausgeber einer Afrikastudie mit dem Titel „Afrika-Atlas für die bayerische Wirtschaft“. Kern der Studie ist eine Clusteranalyse aller 54 Länder Afrikas, eingeordnet nach ihren wirtschaftlichen und institutionellen Rahmenbedingungen. Die Länderprofile bieten Unternehmen eine praxisnahe Hilfestellung für den Start in Afrika. Die 76-seitige Publikation inklusive Länderatlas ist der zweite Teil der Afrikastudie der IHKs in Bayern. Der erste Teil „Wachstumsmärkte in Afrika für die bayerische Wirtschaft“ wurde bereits im April 2019 veröffentlicht.
  • Die u.a. vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWI) ins Leben gerufene Plattform „Africa Business Guide“ bietet Länderinformationen, Veranstaltungshinweise und Neuigkeiten aus Afrika. Die Plattform bündelt die gesamte Leistungspalette an Aktivitäten und Kompetenzen aller Afrika-Partner der deutschen Außenwirtschaftsförderung an einer Stelle. In der Rubrik „Real Practice“ teilen Unternehmen ihre Erfahrungen auf afrikanischen Märkten und geben wertvolle Tipps für den Markteintritt u.a. in der Textilindustrie, der Bauwirtschaft oder der Unmwelttechnik in Afrika.
  • Die Außenwirtschaftsförderungsagentur des Bundes, Germany Trade & Invest (GTaI), ist Herausgeberin der kostenfreien Studie „Äthiopien – Die Textil-, Bekleidungs- und Lederindustrie“ (27.08.19). Die Studie stellt die Branchenentwicklung dar und beleuchtet die Struktur der äthiopischen Textil- und Bekleidungsproduktion sowie der Lederindustrie. Ein weiteres Kapitel widmet sich einer Analyse der wesentlichen Produktionsfaktoren, ein anderes den Absatzmärkten für Maschinen und Chemikalien. Abschließend zeigt die Publikation auf, wie ausländische Lieferanten mit dem Devisenmangel und den Themen Finanzierung und Logistik umgehen können.
  • Die Plattform zum gleichnamigen Magazin „The Africa Report“ beleuchtet in dem Artikel mit dem Titel „Jumia: What went wrong at ‘Africa’s First Unicorn’?“ (11.12.19) die aktuellen Schwierigkeiten des einst als künftiges Amazon Afrikas gehandelten E-Commerce-Unternehmens Jumia. Jumia ist seit April 2019 an der New Yorker Börse, aktuell werden die Aktien mit 65 Prozent Rabatt auf den Erstplazierungswert gehandelt, Jumia zieht sich aus den Geschäften in Kenia, Gabun, Tansania und Kamerun teilweise oder ganz zurück. Der Artikel geht den Ursachen auf den Grund. Das Unternehmen, dass das Geld und das Humankapital hatte, um eine afrikanische Erfolgsgeschichte zu werden, bleibt durch schlechte Arbeitsbedingungen, eine ungesunde Unternehmenskultur, unrealistische Kennzahlen und falsche Berichterstattung weit hinter seinen Möglichkeiten, so die Autoren.
  • Die Deutsche Welle (DW) hat unter dem Titel „Afrikas Megacities passen sich dem Klimawandel an“ (10.1219) ein Themenspezial zum Klimawandel in Afrikas Metropolen veröffentlicht. Die DW hat dafür 30 Interviews mit Wissenschaftlern und Menschen aus den schnell wachsenden Städten Lagos, Kampala, Kairo und Daressalam, die am stärksten vom Klimawandel betroffen sein werden, geführt und mit ihnen über Herausforderungen und mögliche Lösungen gesprochen.

(Bildnachweise: www.bihk.de, www.africa-business-guide.de, www.gtai.de, www.theafricareport.com, www.dw.com)

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