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Lesenswert 04/19

Die Vorbereitung eines Auslandsengagements bedarf einer soliden Entscheidungsgrundlage. Die Blog-Serie „Lesenswert“ möchte mit Fundstücken zur Entscheidung beitragen. Unter anderem im Finder-Fokus der Ausgabe 04/19: ein Einblick in die Entwicklung der Getränkeindustrien vor Ort, ein Artikel über die Auswirkungen des Brexit auf kenianische Blumenexporte und ein Plädoyer für positive Berichterstattung über den Kontinent. 

  • Germany Trade & Invest (GTaI), die Außenwirtschaftsförderungsagentur des Bundes, bietet in dem Artikel „Afrikas Getränkeproduktion zieht Investitionen an“ (08.03.2019) einen Überblick über die Entwicklung der Getränkeindustrien bedeutender Märkte Afrikas. Der Wunsch nach Selbstversorgung und einer Steigerung der Exporte veredelter Produkte in Afrika ist groß. Daher wird in vielen afrikanischen Staaten die Nahrungsmittelverarbeitung stetig ausgebaut, so die GTaI.
  • Die Plattform „The African Report“ berichtet in dem Artikel „Kenya’s flower growers to share Brexit pain“ (17.04.2019) über die Auswirkungen des Brexits auf Kenias Schnittblumenindustrie. Kenia ist der viertgrößte Exporteur von Schnittblumen in der Welt, zahlt aktuell beim Verkauf in die EU keine Zölle. Für die Exporte nach Großbritannien ändert sich die Situation mit dem Brexit. Insbesondere die Kleinbauern der Region fürchten die erheblichen wirtschaftlichen Konsequenzen, so der Bericht.
  • Die Deutsche Welle (DW) berichtet in dem Artikel „Jenseits von Afrika: Wie Unternehmen Steuern umgehen“ (16.04.2019) wie afrikanischen Staaten jährlich 50 Milliarden US-Dollar verloren gehen, weil vor allem große ausländische Unternehmen aus dem Energie- und Rohstoffsektor, aber auch kleine und mittlere Unternehmen, die afrikanischen Staaten um Steuereinnahmen prellen. Auch vor Korruption schrecken multinationale Unternehmen dabei nicht zurück, so die DW.
  • Das German Institute of Global and Area Studies (GIGA) ist Verfasser der Publikationsreihe „GIGA Focus Afrika“, die Analysen zu wirtschaftlichen, politischen und sozialen Themen bietet. Die aktuelle Ausgabe widmet sich unter dem Titel „Der unbemerkte Fortschritt: Ein Plädoyer für mehr „Afropositivismus““ (März 2019) dem nach wie vor negativen öffentlichen Bild von Subsahara-Afrika. Dieses Bild stehe in starkem Kontrast zu zahlreichen positiven Entwicklungen, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind. Diese seien als Chance und direkte Anknüpfungspunkte für Afrikapolitik und Entwicklungszusammenarbeit zu begreifen, so das GIGA.
  • Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) berichtet unter der Überschrift „Deutschland und Südafrika verlängern ihre Zusammenarbeit in der Berufsbildung“ (27.02.2019) über die Verlängerung der deutsch-südafrikanischen Bildungskooperation um weitere drei Jahre. Im Fokus der Kooperation steht die Stärkung des Praxisbezugs der südafrikanischen Berufsbildung, insbesondere über die Modernisierung der Curricula, die Qualifizierung des Berufsbildungspersonals, die Vernetzung von Staat und Wirtschaft sowie den Aufbau eines südafrikanischen Berufsbildungsinstituts. Die Absichtserklärung unterstreiche die seit 2013 bestehenden, engen und vertrauensvollen Beziehungen beider Länder, so das BIBB.

    (Bildnachweise: www.gtai.de, www.theafricareport.com, www.dw.com, www.giga-hamburg.de, www.bibb.de)

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