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Uganda: Wissen und Verhaltenstipps

Uganda im Kulturprofil – die IHK Mittlerer Niederrhein hat ihren Praxisratgeber „Interkulturell kompetent unterwegs in Subsahara-Afrika“ um das ostafrikanische Land ergänzt. Wer in Uganda Geschäfte machen oder sich auf einen längeren Aufenthalt vorbereiten möchte, für den bietet das Kulturprofil nützliche Informationen und Praxistipps.

Das ostafrikanische Uganda wurde erstmals in den 1860er-Jahren von den späteren britischen Kolonialherren auf der Suche nach der Quelle des Nils bereist. Es folgten britisch-anglikanische und französisch-katholische Missionare. In der Folge kam es Ende des 19. Jahrhunderts zu zahlreichen Religionskonflikten. Um ihre wirtschaftlichen Interessen zu wahren, annektierte die britische Regierung 1894 das Land und die angrenzenden Gebiete und bildete das „Uganda Protectorate“. Das wichtigste Projekt der Kolonialherren war der Bau der Eisenbahn, für den rund 32.000 Arbeiter aus der damaligen britischen Kolonie Indien zur Hilfe geholt wurden. 7.000 von ihnen blieben nach dem Bau im Land und beeinflussten die wirtschaftliche Entwicklung des Protektorates nachhaltig. Bis 1962 blieb Uganda unter Kolonialherrschaft der Briten. Auf dem Weg zur Unabhängigkeit kam es zu religiösen sowie zu Gebietskonflikten, aus denen eine Nord-Süd-Spaltung des Landes resultierte.

Auch nach Ugandas offizieller Unabhängig im Oktober 1962 bestimmten Macht- und Gebietskämpfe, Militärputsche, Diktatur und Vertreibung das Land bis die militärisch organisierte Widerstandsbewegung unter Yoweri Musevenis 1986 in Kampala einmarschierte und die Macht übernahm. Zehn Jahre später (1996) gewann Museveni die ersten offiziellen Präsidentschaftswahlen und alle folgenden. Er regiert das ostafrikanische Land bis heute. Erfolge in der Armutsbekämpfung, der Befriedung von Konflikten, im Gesundheitswesen und der Wirtschaftspolitik des Landes bescheren ihm auch international ein hohes Ansehen. Heute gilt Uganda als relativ stabil und sicher, die ethnisch-religiösen Konflikte als überwunden und die Hauptstadt Kampala in der Nähe des Victoriasees als Touristenmagnet.  

Das „Kulturprofil Uganda“ beschreibt, welchen Einfluss die Briten auf das ostafrikanische Land hatten. Es zeigt auch, welche Trends und Themen gerade aktuell sind und wie die Ugander mit den Deutschen verbunden sind. Anhand von Kulturstandards macht das Profil außerdem die im Land geltenden Werte und Gepflogenheiten deutlich. Verhaltenstipps für im Geschäftsleben typische Situationen und ein Interview mit dem deutschen Unternehmer Hans Georg Hinterberger liefern Hinweise, wie der Umgang mit Ugandern gelingen kann.

 

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Das „Kulturprofil Uganda“ erweitert den Praxisratgeber „Interkulturell kompetent unterwegs in Subsahara Afrika“ der IHK Mittlerer Niederrhein, der im Mai 2015 erschienen ist. Die Publikationen sowie weitere Kulturprofile und Interviews zum Umgang mit ausgesuchten afrikanischen Geschäftskulturen finden Sie hier.

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